Sklavin-Menue

Das Jahr 2003

Innerer Wandel

Wieder war eine Zeit der "Ruhe" eingekehrt. Was nicht heißt, dass mein Top nicht mit mir spielte, aber eben nicht in Verbindung mit Fremden.
In diesem ersten Viertel Jahr vollzog sich ein leichter innerer Wandel meinerseits. Mein Wunsch nach Verfügbarkeit drängt immer mehr in den Vordergrund. Anweisungen, Befehle beginnen für mich eine wichtige Rolle zu spielen, werden irgendwie eine Mischung aus Sexuellem und Alltäglichem. Ich sprach mit meinem Top darüber, konnte es erstmals nicht richtig in Worte fassen, was da in mir vorging, hatte nur Bilderfetzen in mir.
Hier ein kleiner Auszug aus meinem Tagebuch, um ein wenig zu verdeutlichen, was in Sub so vor sich gehen kann *smile*
 
23.04.2003
Vor einigen Tagen bat ich Thomas, mich die Sklavin mehr spüren zu lassen. Diesmals jedoch fehlen mir die richtigen Worte dazu. Ich habe nur Bilder, Empfindungen in mir, kann sie irgendwie aber nicht genau rüberbringen. Weiß nur, dass die Anrede "Sklavin" mich in einen bestimmten Zustand bring. Gefühle, Wünsche, des blitzschnellen Umschaltens auf die Situation dann, ich möchte es erleben und auch lernen. Denn, dass dies nicht immer einfach sein wird, kann ich mir auch vorstellen.
Das Wissen, dass, fällt das Wort "SKlavin", ich mich dann absolut ausliefere, ja ich mag es. Das Wissen, dann auch als reines Lustobjekt zu gelten, es dabei nicht unbedingt meiner letzten Lust dient, erfüllt meine Fantasien, lässt sie lebendig werden. Das Wissen, nur benutzt zu werden, ich möchte es noch intensiver erleben. Das Wissen, gedemütigt zu werden, es ist meine Welt.
All dies zusammen, wird meine Geilheit fördern. Ich liebe es, den Tag über in diesem Zustand zu sein, meine Gedanken darauf gerichtet zu haben, wird mir die eigene Lust gewährt oder verweigert?. Erinnert mich auch im normalen Leben immer wieder daran, das Eigentum von Thomas zu sein, ein herrlicher Gedanke, dem ich mich ganz und gar ergeben möchte.
Wenn ich so vor ihm stehe, er mit mir spielt, ist dies einfach nur ein herrliches Gefühl für mich. Tiefste Zärtlichkeit für diesen Mann und der tiefe Wunsch in mir, nur ihm zur Freude zu dienen, nichts mehr von irgendwelchen Spielchen. Ich liebe dieses Gefühl des Ausgeliefertseins, mache mich damit vollkommen abhängig von ihm.
Eine Situation, das ist mir auch klar, in der ich sehr verletzlich bin, stark an meine Grenzen gebracht werden möchte, die Forderung verspüre, wie weit kann ich gehen, wie viel halte ich aus.
Tagebuchende

Reaktion meines Top`s

Ich nannte ihm auch eine Beispielssituation, wo er mir durchaus "befehlen" könnte, ihm seine schmerzende Schulter ein wenig zu massieren.
Und hier zeigte sich erstmals, dass auch ein Top seine Grenzen hat *smile*. Er meinte, dies wäre etwas, was er so nicht möchte. Für ihn sei es einfach selbstverständlich, mich darum zu bitten, soetwas nicht einfach einzufordern. Das gleiche, wenn er mich bittet, ihm z.b. Kaffee zu kochen.
Er verstand sehr wohl, was da in mir vorging. Sprach noch lange mit mir darüber. Hier nun, mit seinem Einverständnis, sein Tagebucheintrag dazu.
 
10.03.2002 Sklavin Wünsche verstärken sich
Die Entwicklung geht weiter, der Wunsch nach Verfügbarkeit drängt sich in den Vordergrund. Anweisungen, oder auch Befehle, so seltsam es klingen mag, beginnen eine Rolle zu spielen. Seltsamerweise eine Mischung aus Sexuellem und Alltäglichem.
Läßt sich das überhaupt trennen, gehört es nicht zusammen?. Ganz selbstverständlich, berühren sexuelle Anweisungen mitten im normalen Alltag nicht das Normalleben?
Wie reagiert sie auf die Aufforderung, zu meinen Füßen zu sitzen, eine Situation, die sicherlich Fragen aufwerfen wird.
Als Anschauungsobjekt, nackt, präsentiert, während ich arbeite, oder chatte. Nur dazu da, um ab und an einen Blick auf sie zu werfen, als Erinnerung, dass sie jederzeit verfügbar, willig.
Jetzt schreib ich schon Tage, verwerfe, schreibe neu und komme zu keinem endgültigem Ergebnis.
Was mir jetzt dazu einfällt, eine Dokumentation, ein Video. Was könnte mehr zeigen, was sie ist, wie sehr verfügbar.
Das heißt für mich, eine Art Drehbuch, eine Aufgabe, die mir trotz vieler Ideen doch als Herausforderung erscheint.
Was wird es, sicher ein Werk das Tage, Wochen, vielleicht Monate dauert, wer weiß, ob es je vollständig wird.
Tatsache ist, dass ich jetzt beginne, die ersten Ideen festhalten. Beginnen wird es sicher damit, dass sie selbst das Vorwort spricht, sich der Kamera gegenüber outet.
Tagebuchende
 

Fazit:

Die ersten Videoaufnahmen sind im Kasten *schmunzel*. Ich selbst habe sie noch nicht gesehen, Thomas ist noch an der Bearbeitung *seufz*.
Zuerst dachte ich, ja klar, Videoaufnahmen, kein Problem für mich, mein Verhältnis zum Fotografieren hat sich ja positiv verändert. Doch dann zu erleben, vor laufender Kamera zu sitzen, befragt zu werden, wer und was ich bin, mich selbst vorstellen zu müssen, ähm... *hüstel*, naja.. irgendwie war ich dann doch nervös, meine Stimme leise, verhalten, so dass mein Top mich doch auffordern mußte, lauter zu sprechen. Und dann doch das Vergessen, dass da eine Kamera mitläuft, wie schnell doch eine Stunde vergehen kann *g*.