Claudia und Thomas

Als ich schon 19 war, hat sich in meinem Leben endlich etwas geändert.
Ich hab schon immer gern gechattet und tat das zu dieser Zeit auch. Zum Glück ;-), denn hätte ich das nicht getan, würde ich mich jetzt möglicherweise immer noch damit beschäftigen, herauszufinden, was ich wirklich will.

Dazu sei gesagt, dass ich mich nicht in einem Erotikchat aufhielt, sondern in einem ganz normalen Chat mit familiärer Atmosphäre. Aber um es hier ein wenig abzukürzen.. Ich kam zu dieser Zeit vor allem mit Thomas häufiger ins Gespräch. Wir kannten uns schon seit ein paar Jahren, doch tiefergehende Gespräche hatten wir erst jetzt. Anfangs sprachen wir über ganz "normale" Sachen, doch wie das so ist, kommt früher oder später auch das Thema Sexualität auf den Tisch.

Hm, wenn ich so zurückdenk. ja, ich hab mich damals ziemlich angestellt. Locker über irgendwelche Dinge plaudern war kein Problem. Aber sobald es um meine Neigungen ging, hab ich mich geziert. Ich glaube, ich hab selbst für ein simples "ja" auf (für mich) intime Fragen gute 10 Minuten gebraucht (wenn es denn reicht).
Ich hab mich zu sehr geschämt, um einfach so zuzugeben, dass mir der Gedanke gefällt, benutzt zu werden und auch dementsprechend angesprochen und behandelt zu werden. Aber irgendwann hab ich es dann doch immer hingekriegt, auch wenn Thomas mir jedes einzelne Wort aus der Nase ziehen musste.

Als wir schon einige Wochen regelmässig chatteten, schaltete sich Claudia mit ein. Auch sie hat mir sehr geholfen, da sie die einzige Person war, die ähnliche Neigungen wie ich hatte und mir damit ein Stück Normalität vermittelte. Durch Claudia erlebte ich das erste mal, dass es tatsächlich Menschen mit sexuell devoten Neigungen gibt, die es vollkommen genießen, so zu leben. Ach ja, dazu. ich bin rein sexuell devot, nicht allgemein.

Einige Gespräche und Wochen später besuchte ich die beiden schließlich. Auch wenn wir schon soviel geredet hatten, wäre ich am liebsten unterwegs aus dem Zug gesprungen und zurückgefahren.
Angst vor Fragen, auf die ich keine Antwort geben kann, weil ich einfach zu verklemmt bin (oh ja, das war ich wirklich). Unsicherheit.. ist es überhaupt richtig, dass ich da jetzt hinfahre? Versuche, meine Zweifel beiseite zu schieben, scheiterten. Aber ich bin im Zug sitzen geblieben ;-), denn meine Freude war um einiges größer als alle Ängste und Zweifel.

Gut so, denn sonst wäre ich heute nicht so wie ich eben bin. Ein großes Stück selbstsicherer. und vor allem sicher bezüglich meiner Neigungen, die ich vorher stark anzweifelte und oft als Neugier einstufte, die junge Menschen eben während ihrer Entwicklung haben.

Ich glaube, ich war vor allem bei meinen ersten 2 Besuchen mehr als schwierig. Aber wie es das Leben so wollte, hatte ich wieder Glück.
Claudia und Thomas kennenlernen zu dürfen, war wohl das beste, was mir hätte passieren können.
Das hab ich vor einem halben Jahr schon gesagt und heute bin ich noch mehr davon überzeugt als damals. Ich vertraute den beiden sofort, was eigentlich sonst überhaupt nicht meine Art ist.

Ich bin mir sicher, dass es nicht viele Menschen gibt, die mit soviel Geduld und Ruhe an eine Sache herangehen wie Thomas und Claudia. Dafür bin ich denn beiden sehr dankbar, zumal ich sehr viel von den beiden gelernt habe bisher.
Mittlerweile sehe ich meine Neigung als eine Neigung von vielen, ganz normal eben.

Langsam entwickelte sich ein Verhältnis zwischen uns dreien, das Freundschaft, Sexualität und Vertrauen beinhaltete und seit Dezember 2004 bin ich stolz, mich ihre Sklavin nennen zu dürfen :-)

die kleine serva

08.09.2005